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Gründer und kreative Köpfe konnten sich 2015 erstmals um den ACHEMA-Gründerpreis bewerben. In den Sparten: Energie, Industrielle Biotechnologie und Messtechnik/ Analytik. Mittlerweile stehen für jede Sparte jeweils drei Finalisten fest. In der Kategorie Messtechnik/Analytik gehört die Sciomics GmbH aus Heidelberg dazu. Ihre Idee: eine Technologie, die eine Vielzahl von Proteinen analysiert – mithilfe von Antikörper-Microassays.

 
Hintergrund: Im menschlichen Körper gibt es etwa 50.000 verschiedene Proteine, die ganz unterschiedliche Stoffwechsel-Aufgaben übernehmen. Erkrankt der Körper, dann verändern sich auch die Proteine: Von einigen hat man plötzlich zu viel, von anderen zu wenig. Nachweisen lässt sich das sogar in Urin- oder Blutproben. Deshalb werden Proteine als Biomarker genutzt – sie helfen beim Erkennen einer Krankheit. Und das bereits in einem sehr frühen Stadium. Anhand der Protein-Zusammensetzung einer Probe – der sogenannten Biomarker-Signatur – können Ärzte und Wissenschaftler sogar vorhersagen, welchen Verlauf eine Krankheit nehmen wird. Und diese Information beispielsweise in die Therapie-Entscheidung einfließen lassen.

 
Tausende Möglichkeiten testen

 
Sciomics hat nun einen Ansatz entwickelt, bei dem beispielsweise aus einer Urin- oder Blutprobe möglichst viele Proteine möglichst effektiv erkannt werden: Die sogenannten Antikörper-Microarrays bestehen aus Tausenden sehr kleiner Felder, die nach einem festen Raster angeordnet sind. In jedem Feld „sitzt“ ein bestimmter Antikörper. Und dieser bestimmte Antikörper bindet bestimmte Proteine. Werden Urin- oder Blutproben nun aufgetragen, dann können sich bestimmte Proteine, die als Marker für eine Krankheit herangezogen werden, nicht mehr von der Trägerplatte des Microarrays lösen. Sie werden regelrecht festgehalten, laufen den Forschern gewissermaßen in die Falle. Mittels Laser und Farbreaktion werden die Proteine anschließend sichtbar gemacht. Dadurch kann ermittelt werden, welche Proteine in welcher Menge in der Probe vorhanden sind.

 
Das Besondere: Tausende Kombinationen von Antikörpern und Proteinen lassen sich bei dem Sciomics-Ansatz gleichzeitig testen. In internen Arbeiten konnte Sciomics bereits mehrere neue Biomarker-Signaturen identifizieren. Die beispielsweise helfen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu diagnostizieren – oder Ärzte bei der Prognose eines Wiederauftretens von Blasentumoren unterstützen. Neben diesen eigenen Entwicklungsarbeiten soll die zugrunde liegende Plattform Kunden aus der akademischen Forschung sowie aus der diagnostischen oder pharmazeutischen Industrie im Rahmen einer Dienstleistung zugänglich gemacht werden.

 

 

Weitere Informationen unter www.sciomics.de

sciomics-epm
Alle neun Finalisten treffen Sie während der ACHEMA-Woche am Gründerpreisstand in Halle 9.2.
Wer in den jeweiligen Sparten als Sieger hervorgeht und das Preisgeld erhält, erfahren Sie live bei der Eröffnungssitzung der ACHEMA am 15. Juni 2015 um 11.00 Uhr.

 

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